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Antike und Metaphysik: Platon & Aristoteles im Fokus | Philosophie

Zuletzt aktualisiert am 5. September 2018 um 10:54

Wenn man über die Antike spricht, ist das ein Zeitraum von Hunderten von Jahren, in denen Hunderte von Tausenden von Menschen geboren und gestorben sind. Und doch, blickt man auf die Geschichte der Metaphysik zurück, beschränkt sich das Kapitel Antike auf eine Handvoll großer Geister, um die es hier – in aller Kürze – gehen soll.

Zwei Denker der Antike

Die Sonne scheint durch eine Baumkrone, dazu der Text: Metaphysik in der Antike

Platon und das Nicht-Empirische

Für Platon war die wichtigste Frage der Metaphysik die nach der Möglichkeit und Existenz des Nicht-Empirischen – also dem, was unsere Sinne nicht erfassen können. Damit folgte die Frage auf dem Fuße, wie weit unsere Sinne überhaupt reichen – wie gut ist unser Erkenntnisvermögen?

Damit stehen sich das Sein und das Erkennen von Etwas gegenüber – in Disziplinen gesprochen: Metaphysik und Erkenntnistheorie. Wie stehen sie zueinander?

Man nehme eine Idee, gut oder schlecht, ganz egal. In jedem Fall ist sich nicht empirisch: Eine Idee haben wir, aber man kann sie nicht sehen, hören, fühlen, schmecken oder ertasten. Für Platon sind Ideen nun das, was Erkenntnis überhaupt möglich macht. Wir sind umgeben von sinnlich wahrnehmbaren Dingen und haben dazu lauter Ideen – das ist ein Baum, ein Hund, ein Pipistrahl. Diese Ideen sind das eigentlich wahrhaft Seiende, die Dinge bloß Abbilder unserer Ideen.

Nachtrag: Die platonische Idee ist hier allzu vereinfacht und nicht ganz richtig wiedergegeben, mehr dazu unter: Platons Ideenlehre | Hier als Video:

Also: Die Einsicht in unsere Ideen ermöglicht die Erkenntnisse zu unserer Umwelt – in Disziplinen gesprochen: Die Metaphysik geht der Erkenntnistheorie voraus. Jene ist Grundlage für diese.

Aristoteles und das Selbst-Sein

Für Aristoteles, den berühmtesten Schüler Platons, sieht die Welt ein bisschen anders aus. Sein Lehrer schrieb den Dingen um uns herum einen Abbild-Charakter zu, ein bloßes Abgeleitet-Sein aus unseren Ideen. Aristoteles gibt ihnen einen anderen Status: ein Selbst-Sein nämlich, das er auch als Substanz bezeichnet.

Damit stehen die Disziplinen für ihn nicht in einer einseitigen Beziehung zueinander, wie bei Platon (Metaphysik -> Erkenntnistheorie). Stattdessen bestelt vielmehr in ein Wechselspiel (Metaphysik <-> Erkenntnistheorie). Dieser Theorie nach bedingen die Disziplinen einander.

Hinweis: Als Student der Philosophie (an der Fernuniversität in Hagen) bin ich noch Neuling auf diesem ehrwürdig alten Gebiet. Falls dir Begriffe falsch gebraucht oder Ideen falsch verstanden erscheinen, bitte nutze die Kommentarfunktion und korrigiere mich. Ebenso im Falle etwaiger Fragen, die wir gemeinsam erörtern können.

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