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Spazierleser

Unlängst lag ich am Ufer eines Flusses, der so langsam fließt, dass man sich fragt: in welche Richtung eigentlich?, und las ein Buch über „Speedreading“. Tempoclash. Als würde man bei 180 Sachen auf der Autobahn im Fahrzeughandbuch wegen der defekten Bremsen nachschlagen. Nur etwas weniger gefährlich, die Flussvariante. Obwohl ich von Brennnesseln umgeben war – doch noch so zugeknöpft und langärmelig, an einem dieser raren Sonnentage im noch kühlen April, dass mir keine Nessel auf die Pelle rückte.

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Speedreading also. Speed. Reading. So soll man nicht lesen. Wort für Wort. Sondern fünf Wörter auf einmal, oder mehr. Heißt es in dem Buch. Eine Lektüre, mit der ich die längst anfallende, eigentliche Studienlektüre vor mir herschiebe, in der Hoffnung, letztere dann schneller lesen zu können (womit ich auf meinem Zeitkonto wieder bei plus/minus Null sein dürfte). Ich wusste nicht, dass es sowas gibt. Die Studieneinstiegslektüre hat mich erst mit dem Begriff vertraut gemacht: Speedreading. Da erschien mir das noch seriös, so als universitäre Empfehlung. Jetzt lese ich besagtes Buch (es ist schlicht nach seinem Thema betitelt, so wie alle großen Standardwerke), ein Buch voller Anekdoten und Tricks und habe nicht den Nerv, jede der gewünschten Übungen zu machen. Dauernd die Zeit zu stoppen. Fragen zu beantworten. Tabellen ausfüllen.
Der Knackpunkt der Idee vom flotten Lesen, das Textverständnis, wird mit Multiple-Choice-Fragen im Anschluss an jeden Flottlesetesttext sozusagen „bewiesen“. Da darf ich stolz auf mich sein, wenn ich die richtigen Schlagwörter und Zahlenangaben ankreuze, die ich zuvor, beim Flottlesen, flüchtig erfasst habe. Die Fragestellungen erst, die ich wieder in meinem Tempo lese, geben mir den Zusammenhang, in dem die visuell „aufgeschnappten“ Schlagwörter wohl standen… kurzum: I’m doing it wrong.

Solange ich nicht vollends die Übungen so mache, wie der Autor es vorschlägt, und mehr Zeit und Muße ins „Training“ stecke, sollte ich Speedreading nicht als „Hokuspokus“ bezeichnen. Dann lass ich das mal. Trotzdem muss ich so langsam mit der Studienlektüre anfangen. Also werde ich das Buch rasch zu Ende lesen. Ganz im Sinne des Erfinders.

Ich freue mich darüber, das Gras wieder wachsen zu sehen. Unten am Fluss.

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Long ago, the great Frith made the world. He made all the stars and the world lived among the stars. Frith made all the animals and birds and, at first, made them all the same. Now, among the animals was El-Ahrairah, the Prince of Rabbits. He had many friends and they all ate grass together. But after a time, the rabbits wandered everywhere, multiplying and eating as they went. Then Frith said to El-Ahrairah, „Prince Rabbit, if you cannot control your people, I shall find ways to control them.“ But El-Ahrairah would not listen and said to Frith, „My people are the strongest in the world.“ This angered Frith, so he determined to get the better of El-Ahrairah. He gave a present to every animal and bird, making each one different from the rest. When the fox came and others, like the dog and cat, hawk and weasel, to each of them, Frith gave a fierce desire to hunt and slay the children of El-Ahrairah.

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