Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Bemerkungen eines Bandbattlebesuchers

Unlängst hat es mich auf eine „Toys2Masters“-Show verschlagen. Sagt man das so? Oder „Toys2Masters“-Bandbattle? „Toys2Masters“-Contest? Ein Abend, an dem sechs junge Rockbands es krachen lassen und am Ende hoffen, vom Publikum die meisten Stimmen zu bekommen. Sowas. Stattgefunden in der Klangstation am Bahnhof von Bad Godesberg. Auf dem Weg dorthin in einem unterirdisch idiotischen Tunnelsystem verfahren, deshalb den Auftakt vom „Fighting Buddha“-Gig verpasst.

2016-03-31 20.59.44
Auf der Toilette habe ich im Gewimmel der Sticker und Scheißhaus-Graffiti ein Relikt aus längst vergangener Zeit gefunden. Moderne Höhlenmalerei.

Wenn das ein Wettbewerb um den besten Bandnamen gewesen wäre, hier meine Top 5: Blow Of Fate (das wäre auch ein schöner Pornotitel), Bescheuat (ich habe einen einfachen Humor), The Dining Fish (einen sehr einfachen Humor), Gina Goes Wild (sehr, sehr einfach – und ja, dämliches YouTube-Video verlinkt; selbst Schuld, liebe Band und eure versäumte Internetpräsenz, selbst Schuld), Dr. Gero und sein Nachbar (erinnert mich an Dr. Gonzo und sein Beifahrer), Still Better Than Dentist (Still Better Than Twilight – wenn man diese populäre Phrase bei Google eingibt, schlägt Google den Bandnamen VOR Twilight vor; gut gemacht, liebe Band und eure vorbildliche Internetpräsenz!) sowie… oh damn, das waren schon sechs… Keine dieser Bands trat an besagtem Abend auf. Habe sie einem Plakat abgelesen. Möchte dem Plakat- oder vielmehr Logo-Gestalter nahelegen, die Logo-Schrift nochmal zu überdenken. Der Font hat mich sehr lange „Toy52Masters“ lesen lassen. Vielleicht hat der Bekanntheitsgrad dieser Rockbattles ein klares Schriftbild nicht nötig. Vielleicht ist die Verwirrung erwünscht. Vielleicht heißt es ja tatsächlich „Toy52Masters“ und es hat irgendwas mit den 52 Wochen des Jahres zu tun? Muss gestehen, dass ich mich nicht genau in der Konzept dieser Veranstaltungsreihe reingelesen habe. Das Konzept des Abends jedenfalls war ziemlich simpel: Sechs Mal zuhören, zwei Favoriten auf Stimmzettel eintragen, einen Gewinner bejubeln.
Rückblickend… habe ich den Gewinner anschließend eher so am Rande bei meinem Glas Cola (designated driver style) erfahren und gar nicht final bejubelt. Obwohl sie einen wirklich guten Act abgeliefert haben. Sagt man Act? Herrje, ich kenne mich in dieser Szene nicht aus. Der Gewinner hieß jedenfalls „Kefka“ – und sobald diese viel versprechende Gruppe den Popularitätsgrad ihres Namenspaten Kefka Palazzo (und den der gleichnamigen Band aus München) übertrumpft haben, wird sie auch mit einer bis dahin sicher ordentlichen Internetpräsenz verlinkt. Hier und heute erstmal den gesamten Gig, veröffentlicht von einem YouTuber mit einem Abonnenten und einem Handy, here we go:

Schreibe als erster einen Kommentar...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.